18. Workshop 2023
Irgendwo zwischen Zukunftsangst und Aufbruchslust …
… zeigen sich in unserer Zeit vermehrt Fragen. Etwa an der Lust die Erde aufzubrechen, sich deren Schätze allzu rabiat anzueignen. Und ob es nicht besser wäre, sich dem, was wir als Zukunft erwarten, mit mehr Bedacht und Umsicht zu nähern. Umgekehrt ist der Impuls, mit Überkommenem zu brechen, sich mutig dem Aufbau des Neuen im frei werdenden Platz zuzuwenden, ein drängender; der besonders Jugendliche und junge Erwachsene erfasst. Beständig treiben die jungen Keime ihre Wurzeln in die Erde und die Keimblätter Richtung Licht.
Unsere Gruppen können und sollen der Gestaltung solcher Entwicklung von Kindern und Jugendlichen Raum bieten. Diese entfaltet sich dabei in alle Richtungen. Lustvolles Experimentieren mit dem Gender, Zelebrieren monogamer Partnerschaft oder Introvertiertheit als Lebensstil. Trotzig singt Faber: „Die Alten sagen ständig, wir seien jung und dumm… immerhin jung“.
Auch die GaKiJu entwickelt sich beständig. Nach mehreren Jahren des Aufbruchs, in denen der Verein viel vom Engagement einzelner getragen wurde, beginnt er sich zu konsolidieren, institutionell abzusichern und gegen Turbulenzen zu schützen. Diese Tagung soll den Erfahrungen mit Aufbrüchen — Einbrüchen — Durchbrüchen in den geleiteten Gruppen ein Forum bieten. In diesem Wechselspiel aus Absicherung und Ausgreifen wachsen Netzwerke und Blüten, die wir gern mit Euch bestaunen möchten. Im Zentrum der Tagung stehen wieder die Falldarstellungen, der kollegiale Austausch und die gemeinsame Reflexion der gruppenanalytischen Leitung von Kinder- und Jugendlichengruppen.
Der Veranstaltungsort
Die Organisatoren
- Shadi Dastyari, Bremen
- Melanie Jehle, Bremen
- Anja Khalil, Bremen
- Henrik Lusch-Dastyari, Bremen